Frau riecht den ganzen Tag nach Fisch: Ein Leben mit der Trimethylaminurie
Kelly Fidoe-White spricht über ihre Krankheit und wie diese ihr Leben beeinflusst.
Kelly Fidoe-White spricht über ihre Krankheit und wie diese ihr Leben beeinflusst.
Fische Geruch-Syndrom
Kelly Fidoe-White kommt aus England und leidet unter der Störung Trimethylaminurie. Diese wird umgangssprachlich auch das “Fische Geruch Syndrom” genannt und wie die Beschreibung schon sagt, riecht die Dame rund um die Uhr nach dem Wasserlebewesen.
Dank ihrer genetischen Störung riecht ihr Urin, der Schweiß und Atem von betroffenen Einzelpersonen ähnlich wie Verrottungsfische.
Weltweit sind mehr Frauen als Männer betroffen, weshalb Forscher zu dem Ergebnis kamen, dass Hormone, das Östrogen und Progesteron verantwortlich für diesen Effekt sind.
Richtig kurieren kann man die Krankheit nicht. Einzelne Betroffene haben jedoch erklärt, dass sie weniger müffeln, sollten sie Tierprodukte, Erdnüsse, Fleischwaren und Meeresfrüchte meiden. Auch gibt es spezielle Tabletten, welche die Gase lindern sollen.
“Soweit wie ich weiß, gibt es nur um die 300 bis 600 Fälle weltweit. Von meiner Krankheit weiß niemand so wirklich was”, gestand Kelly Fidoe-White im Interview mit Barcroft TV.
Seit vielen Jahren leidet die Briten an Zwangsneurosen und traut sich aus diesem Grund fast gar nicht mehr unter die Menschen. Sie hatte damals bis zu fünf Mal täglich geduscht und sich mit fast einer Dose Deo eingesprüht ... Geholfen hat dies ihr nicht.
Auch arbeitet sie nur in der Nacht, um “nicht so vielen Menschen” begegnen zu müssen.
“Es gibt keine magische Pille, die den Gestank verschwinden lässt. Ich kann selber nichts dafür und leide trotzdem darunter. Auch musste ich damals schon häufiger die Ausrede erfinden, dass ich zum Mittag ein Fischgericht verspeist hatte.”
Am Ende hat sie sich mit ihrer Krankheit abgegeben und versucht andere Menschen aufzuklären.